Durch den Erwerb der Firma Foetisch Frères SA, Lausanne (gegr. 1865) erfolgte 1976 die Eingliederung des gleichnamigen Musikverlages (Hauptwerke u.a. Arthur Honegger: König David und Niklaus von Flüe, Ausgaben von Emile Jaques-Dalcroze) in die Musik Hug-Gruppe. 1979 wurde der Musikverlag zum Pelikan, Zürich (gegr. 1946) übernommen (Schwerpunkte: Label PELCA, die Reihe MUSICA INSTRUMENTALIS, musikpädagogische Werke). Der Verlag erhielt dadurch entscheidende Impulse.

1974 gründete Adolf Hug jun. einen Fonds zur Förderung des zeitgenössischen Musikschaffens, der den Start der Reihe «Schweizer Musik des 20. Jahrhunderts» ermöglichte, in der bis heute über 100 Titel erschienen sind.

1982 gründete Erika Hug anlässlich des Jubiläums zum 175jährigen Bestehen der Firma Musik Hug die Stiftung «Kind und Musik», die Musik für Kinder und die kindgerechte Vermittlung von Musik fördert und dadurch viele Ideen aus diesem Bereich in den Verlag einbringt. Ausgaben wie D'Horchäxe von Andreas Nick, Tawanda von Joseph Matare und Qué tal, amigos! von Leo Casas Roque dokumentieren die Arbeit der Stiftung und machen sie der Öffentlichkeit zugänglich.

In den über 11'500 Verlagsausgaben spiegeln sich – im Rahmen der Entwicklung von Verlag und Musikhaus Hug – die Wandlungen, die sich in der Musik in den letzten beiden Jahrhunderten vollzogen haben:

Traditionellerweise bildet die Chormusik einen bedeutenden Schwerpunkt des Verlagsprogrammes, mit Ausgaben von u.a. Hans-Georg Nägeli, Franz Abt, Wilhelm Baumgartner, Carl Attenhofer, Johann Baptist Hilber, Hans Lavater, Friedrich Hegar, Max Reger, Robert Blum, Albert Jenny, Franz Biebl, Walter Schmid, Paul Müller, Ernst Märki, Egon Kraus, Siegfried Lehmann, Hansruedi Willisegger, Willi Gohl. Im Musikverlag Hug erschienen und erscheinen die offiziellen Liederbücher vieler Verbände sowie zahlreiche Sammlungen von Volks- und Kinderliedern, die zu den Standardwerken des Genres zählen, wie z.B. Lieder der Heimat, Liedermeie, Appenberg, Canti popolari ticinesi, Europäische Madrigale, Singkreis, Chömed Chinde mir wänd singe.

Als zu Anfang unseres Jahrhunderts die Sing- und Spielmusikbewegung einsetzte, die Hausmusik und das volkstümliche Musizieren entdeckt, die Blockflöte wiederentdeckt wurde, erschienen bei Hug die Ausgaben der Schweizer Sing- und Spielmusik und die Schweizer Liedblätter für Jugend und Volk, und Wegbereiter dieser Bewegung waren zwei Autoren unseres Hauses, Alfred Stern und Rudolf Schoch. Diese musikpädagogische Tradition manifestiert sich in einem breiten Spektrum an Schulwerken und Unterrichtsliteratur prominenter Autoren, die international Anerkennung finden. Hier sind zu nennen etwa Kurt Herrmann (Vom Blatt), Peter Heilbut (Liederfibel, Komponistenreihe, Kinder komponieren für Kinder), Lionel Hampton (Vibraphonschule), Richard Erig (Italienische Diminutionslehren), Max Lütolf (Instrumentalmusik des 17. Jahrhunderts), Anna Marton (Notenpuzzle), Willi Renggli (Praxis der musikalischen Elementarerziehung) und die Herausgeber der neuen Editionsreihen für Gitarre (Christoph Jäggin), Geige (Ottò Szende), Violoncello (Johannes Degen), Klarinette (Hans Rudolf Stalder), Saxophon (Iwan Roth).

Besonderes Interesse gilt seit jeher auch der Pflege des zeitgenössischen Musikschaffens. Der Musikverlag Hug betreut Werke so bedeutender Komponisten wie Hermann Suter, Othmar Schoeck, Willy Burkhard, Frank Martin, und aus der jüngeren und jüngsten Generation Martin Derungs, Edu Haubensak, Josef Haselbach, Heinz Marti, Roland Moser, Erich Schmid, Robert Suter, Balz Trümpy, Jacques Wildberger.

Eine Pioniertat in der Frauenmusik-Bewegung war die Herausgabe der Dokumentation Schweizer Komponistinnen der Gegenwart des Frauenmusik-Forums. Bei Hug sind neben anderen Komponistinnen auch Frangiz Ali-Zade, Anny Roth-Dalbert und Maya Sauter verlegt.