Griffiths, Howard / Künzli, Fabian

Barboza und der klingende Baum

Eine musikalische Reise durch die Schweiz von Howard Griffiths
Besetzung:

Was ist denn hoch oben in den Schweizer Alpen los? Ein Baum, der sprechen und singen kann ... ein Hackbrett, das plötzlich entsetzlich falsch klingt.... Gut, dass der kleine, zottelige Barboza aus seinem Sommerschlaf erwacht und beschließt: Dieses Rätsel muss gelöst werden. Und auf geht's! Die abenteuerliche musikalische Reise durch die Schweiz kann beginnen.
Musik von Fabian Künzli Illustrationen von Andrea Peter Fernando Tiberini als Erzähler und Musik, gespielt vom Mozarteumorchester Salzburg

Das Aufführungsmaterial ist leihweise erhältlich.

19,90
Format: 19,5 x 22,8 cm
Seiten: 52
Art. Nr.: GH 11817
ISBN: 978-3-03807-145-7
ISMN: 979-0-2028-2608-9
Ausgabe: Buch mit Audiofiles
Datenträger: mit Download
ProbeseitenHörbeispieleAutor(en)Rezensionen
01 - Anfang
02 - Das sind kleine, merkwürdige Wesen
03 - Vor ein paar Monaten
04 - Hackbrett Solo
05 - Nicht auszudenken
06 - Alle Billette, bitte!
07 - Aber das war nicht schwer
08 - Unsere beiden Freunde
09 - Als sich die Aufregung
10 - Da griff Barboza triumphierend
11 - Später aber folgte das großartigste Konzert
12 - Ole lehnte sich mit dem Rücken
Barboza und der klingende Baum ist ein weiteres außergewöhnliches Musikprojekt für junge HörerInnen von Howard Griffiths, das weit über eine klassische Erzählung hinausgeht: Es vereint Musik, Sprache und Illustration zu einem stimmungsvollen Gesamtwerk – eine poetisch-musikalische Reise durch die Schweiz, unterhaltsam, lehrreich und kulturell reichhaltig.
Im Zentrum steht der junge Barbegazi Barboza, ein scheues, aber warmherziges Fabelwesen aus den Schweizer Alpen. Sein bester Freund, ein alter, geheimnisvoller Baumstamm, wird eines Tages gefällt; und so beginnt Barbozas abenteuerliche Suche nach den verstreuten Teilen dieses klingenden Baumes. Gemeinsam mit dem Jungen Ole reist er quer durch die Schweiz: Sie begegnen Holzfällern, besuchen ein Hackbrettkonzert, fahren mit dem Postauto und der Eisenbahn, begegnen neuen musizierenden Freunden und entdecken dabei nicht nur die Einzelteile des Baums, sondern auch die Vielfalt der alpenländischen Musikkultur. Musikalisch eingebunden sind Schweizer Volksmusikgrößen wie beispielsweise Lisa Stoll (Alphorn).
Howard Griffiths gelingt es, mit dieser warmherzigen Geschichte die Traditionen der Schweizer Musik auf kindgerechte Weise zu vermitteln. Das Jodeln, aber auch Instrumente wie Hackbrett, Alphorn oder Schwyzerörgeli werden nicht nur erwähnt, sondern geschickt in den Erzählfluss und in die Musik eingebettet. Besonders gelungen ist die musikalische Begleitung mit der faszinierenden Musik von Fabian Künzli: Die Geschichte wird von Fernando Tiberini gesprochen und vom renommierten Mozartorchester Salzburg unterlegt. Diese Aufnahme ist als Audio abrufbar, was die Geschichte auch auf akustischer Ebene zum Erlebnis macht.
Die stimmungsvollen Illustrationen von Andrea Peter sind detailreich und atmosphärisch. Besonders erfreulich: Das Buch enthält im Anhang einen Sachteil, der zentrale alpenländische Instrumente kindgerecht vorstellt. In vielen Regionen der Schweiz ist die Nachfrage nach Unterricht in traditionellen Musikinstrumenten wie Alphorn, Hackbrett, Schwyzerörgeli oder auch dem Jodeln weiterhin groß. Dieses Buch greift genau diesen Trend auf und bietet einen zeitgemäßen Zugang zur Volksmusik, der weder nostalgisch noch belehrend wirkt. Darüber hinaus eignet sich Barboza und der klingende Baum beispielsweise als Vorlage für ein Schul- oder Musikschulprojekt: Die Handlung lässt sich mühelos in ein szenisches Vorspiel mit traditioneller Musik überführen.
Mit Text von Howard Griffiths, Musik von Fabian Künzli, der stimmungsvollen Sprecherleistung von Fernando Tiberini und den liebevollen Illustrationen von Andrea Peter ist ein Gesamtkunstwerk gelungen: ein modernes Märchen, das kulturelle Bildung, musikalisches Erleben und eine Geschichte über Freundschaft aufs Schönste vereint.

Kristin Thielemann (üben & musizieren 4/2025)
 
 
 
"Mozarteumorchester lädt zu Schulkonzerten"
Zum Bericht vom ORF Salzburg geht es hier.